„Recherchieren“: Bedeutung, Verwendung und Beispiele


Zusammenfassung
- Recherchieren heißt: nachforschen und Informationen sammeln
- Typisch sind Journalismus, Wissenschaft und Beruf
- Häufige Struktur: „recherchieren zu/über“
- Synonyme sind nachforschen, untersuchen, recherchieren
- Eine gute Recherche prüft Quellen
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Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet „recherchieren“?
- Verteilung: Wo „recherchieren“ besonders häufig vorkommt
- Stil und Register
- Quellenarten kurz erklärt
- Qualitätskriterien für Recherche
- Recherche im Internet: kurz und praktisch
- Herkunft und Wortfamilie
- Grammatik und typische Präpositionen
- Typische Satzmuster
- Satzbau‑Hinweis
- Recherchieren vs. Googeln vs. Nachforschen
- Entscheidungshilfe: recherchieren oder informieren?
- Recherchieren vs. Untersuchen
- Rechercheergebnis klar darstellen
- Typische Kontexte
- Journalismus
- Wissenschaft
- Beruf und Business
- Alltag
- Recherche als Prozess
- Typische Kollokationen
- Alltagssätze umformulieren
- Quellenbewertung: Mini‑Checkliste
- Beispiele aus Textsorten
- Recherche im Team
- Häufige Fehler
- Beispielanalyse
- Aussprache (kurz)
- Kurz‑Check: Gute Recherche in 60 Sekunden
- Mini‑Dialog
- Mini‑Routine (10 Minuten)
- Mini‑Test
- Beispielsätze (10 kurze Sätze)
- Merksatz
- Fazit
„Recherchieren“ ist ein zentrales Verb in Journalismus, Wissenschaft und Beruf. Es bedeutet, gezielt nach Informationen zu suchen und sie zu prüfen. Recherchieren ist mehr als „suchen“ – es ist strukturiertes, überprüfbares Arbeiten.
In diesem Guide lernst du Bedeutung, Satzmuster, typische Kontexte, Synonyme und häufige Fehler.
Das Wort signalisiert Sorgfalt: Wer recherchiert, will es wirklich genau wissen.
Was bedeutet „recherchieren“?
Recherchieren heißt: nachforschen, Informationen sammeln und Quellen prüfen.
Beispiele:
- Ich recherchiere zu einem Thema.
- Der Artikel ist gut recherchiert.
Wo „recherchieren“ besonders häufig vorkommt
Die Verteilung zeigt: Das Wort ist vor allem in formellen Kontexten zuhause.
Stil und Register
„Recherchieren“ wirkt sachlich und professionell. In Berichten oder wissenschaftlichen Texten ist es Standard. In lockeren Gesprächen sagen viele lieber „nachschauen“ oder „nachforschen“.
Quellenarten kurz erklärt
Eine gute Recherche nutzt mehr als eine Quelle. Häufige Quellenarten sind:\n\n- Primärquellen: Originaldokumente, Studien, Interviews\n- Sekundärquellen: Zusammenfassungen, Analysen\n- Datenquellen: Statistiken, Datensätze\n\nJe transparenter du die Quellen nennst, desto glaubwürdiger wirkt dein Ergebnis.
Qualitätskriterien für Recherche
Du kannst die Qualität mit drei Fragen prüfen:
- Wer ist die Quelle?\n- Wie aktuell sind die Informationen?\n- Gibt es mehrere unabhängige Bestätigungen?
Diese Kriterien sind besonders wichtig, wenn du einen Bericht oder eine Präsentation schreibst.
Recherche im Internet: kurz und praktisch
Online zu recherchieren ist bequem, aber riskant. Ein paar einfache Regeln helfen:\n\n- Quelle prüfen: Wer steht hinter der Seite?\n- Datum checken: Sind die Informationen aktuell?\n- Mehrere Quellen vergleichen: Ein einzelner Artikel reicht selten.\n\nWenn du diese drei Schritte konsequent machst, ist deine Recherche deutlich stabiler.
Herkunft und Wortfamilie
„Recherchieren“ kommt vom französischen rechercher = „suchen, nachforschen“. Zur Wortfamilie gehören:
- Recherche (Substantiv)
- recherchiert (Partizip II)
Beispiele:
- Eine Recherche durchführen
- gut recherchierte Daten
Grammatik und typische Präpositionen
„Recherchieren“ ist regelmäßig und kann verschiedene Ergänzungen haben:
- recherchieren zu + Dativ: zu einem Thema recherchieren
- recherchieren über + Akkusativ: über ein Thema recherchieren
- recherchieren nach + Dativ: nach Fakten recherchieren
Alle drei Formen sind möglich, „zu“ ist besonders häufig in sachlichen Texten.
Typische Satzmuster
- X recherchiert zu Y.
- Sie recherchiert zu Klimafolgen.
- X recherchiert über Y.
- Der Journalist recherchiert über Korruption.
- X recherchiert nach Y.
- Wir recherchieren nach Zahlen.
Satzbau‑Hinweis
Setze das Thema möglichst nah an das Verb:
- Wir recherchieren zu den Ursachen der Entwicklung.
Recherchieren vs. Googeln vs. Nachforschen
Diese Verben wirken ähnlich, aber haben unterschiedliche Tiefe:
- googeln: schnelle Suche, wenig Prüfung
- nachforschen: gezielt prüfen, oft tiefer
- recherchieren: systematisch, mit Quellen und Belegen
Beispiel:
- Ich google kurz die Öffnungszeiten.
- Ich recherchiere die Studienlage.
Entscheidungshilfe: recherchieren oder informieren?
„Informieren“ heißt, sich einen Überblick zu verschaffen. „Recherchieren“ bedeutet tiefer zu gehen und Quellen zu prüfen.
- Ich informiere mich über ein Thema. (Überblick)
- Ich recherchiere zu einem Thema. (Tiefe, Quellen)
Beides ist sinnvoll, aber Recherche ist gründlicher.
Recherchieren vs. Untersuchen
„Untersuchen“ ist oft stärker und wissenschaftlicher als „recherchieren“:
- recherchieren: Informationen sammeln und prüfen
- untersuchen: systematisch analysieren und auswerten
Beispiel:
- Wir recherchieren die Hintergründe. (Fakten sammeln)
- Wir untersuchen die Ursachen. (Analyse)
So kannst du präziser entscheiden, welches Verb passt.
Rechercheergebnis klar darstellen
Eine gute Recherche endet nicht nur mit Notizen. Typische Ergebnisse sind:
- Kurzfassung der wichtigsten Punkte
- Quellenliste mit Links oder Zitaten
- Offene Fragen, die noch geprüft werden müssen
So wirkt deine Arbeit professionell und nachvollziehbar – besonders in Berichten oder Präsentationen.
Typische Kontexte
Journalismus
- Der Artikel wurde sorgfältig recherchiert.
- Wir recherchieren die Hintergründe.
Wissenschaft
- Die Studie basiert auf gründlicher Recherche.
- Literatur zu einem Thema recherchieren.
Beruf und Business
- Markt recherchieren, Wettbewerber prüfen.
- Wir recherchieren Zahlen für den Report.
Alltag
- Ich recherchiere Hotels und Preise.
- Wir recherchieren Impfinformationen.
Auch im Alltag hilft eine saubere Recherche, um Fehlentscheidungen zu vermeiden – etwa bei großen Käufen oder wichtigen Gesundheitsthemen.
Recherche als Prozess
Recherchieren ist kein einzelner Klick, sondern ein Ablauf:\n\n1. Frage präzisieren: Worum geht es genau?\n2. Quellen sammeln: Artikel, Studien, Daten.\n3. Quellen bewerten: Glaubwürdigkeit und Aktualität.\n4. Informationen vergleichen: Stimmen die Aussagen überein?\n5. Ergebnis formulieren: Fakten nachvollziehbar zusammenfassen.\n\nDieser Prozess macht den Unterschied zwischen „suchen“ und „recherchieren“.
Typische Kollokationen
- gründlich recherchieren
- sauber recherchieren
- Fakten recherchieren
- Zahlen recherchieren
- Hintergründe recherchieren
- eine Recherche durchführen
Diese Kombinationen klingen natürlich und professionell.
Alltagssätze umformulieren
Wenn du lockerer sprechen willst, kannst du „recherchieren“ so ersetzen:
- Ich recherchiere das Thema. → Ich schaue das Thema genauer nach.
- Wir recherchieren die Zahlen. → Wir prüfen die Zahlen genauer.
Damit bleibt die Aussage klar, wirkt aber weniger formell.
Quellenbewertung: Mini‑Checkliste
Nutze diese fünf Fragen, um Quellen schnell einzuschätzen:
- Wer ist die Quelle?
- Warum wurde der Text veröffentlicht?
- Welche Belege werden genannt?
- Wie alt sind die Informationen?
- Gibt es Gegenstimmen?
Wenn mehrere Antworten unklar sind, lohnt sich eine zweite Quelle.
Beispiele aus Textsorten
Zeitungsartikel:
Der Beitrag basiert auf intensiver Recherche und mehreren Interviews.
Studienbericht:
Die Literatur wurde systematisch recherchiert.
Projektpräsentation:
Wir haben Markt und Wettbewerber recherchiert.
So erkennst du schnell, in welchen Texten „recherchieren“ besonders passend ist.
Recherche im Team
Wenn mehrere Personen recherchieren, ist Absprache wichtig:\n\n- Themen abgrenzen: Wer recherchiert was?\n- Quellen teilen: Doppelte Arbeit vermeiden.\n- Ergebnisse bündeln: Eine gemeinsame Zusammenfassung erstellen.\n\nSo wird die Recherche effizienter und bleibt konsistent.
Häufige Fehler
1) Recherche = nur Suche Recherchieren bedeutet auch prüfen und bewerten, nicht nur suchen.
2) Unklare Quellen Gute Recherche nennt nachvollziehbare Quellen. Ohne Quellen bleibt der Text schwach.
3) Falsche Präposition „Zu“ und „über“ sind Standard. „In“ klingt oft unpassend.
Beispielanalyse
„Der Bericht ist gut recherchiert, weil mehrere Quellen geprüft wurden.“
Hier zeigt „recherchiert“, dass mehr als eine Quelle geprüft wurde. Genau das macht eine Recherche glaubwürdig.
Aussprache (kurz)
Die Betonung liegt auf der letzten Silbe: re-cher-CHIE-ren.
So klingt das Wort klar und professionell.
Kurz‑Check: Gute Recherche in 60 Sekunden
- Mindestens zwei Quellen prüfen\n- Datum und Autor checken\n- Kernaussage notieren\n- Widersprüche markieren\n\nDiese Mini‑Checkliste hilft, Recherche schnell und sauber zu halten.
Mini‑Dialog
— Hast du das Thema nur gegoogelt? — Nein, ich habe recherchiert und mehrere Quellen verglichen. — Gut, dann ist es belastbar.
Mini‑Routine (10 Minuten)
- Schreibe dein Thema in einem Satz auf.
- Sammle drei Quellen (Artikel, Studie, Bericht).
- Prüfe, welche Quelle am zuverlässigsten ist.
Mini‑Test
Setze die passende Form ein:
- Ich ___ zu dem Thema.
- Der Bericht ist gut ___.
- Wir recherchieren ___ Zahlen.
Lösung: recherchiere / recherchiert / nach
Beispielsätze (10 kurze Sätze)
- Sie recherchiert zu Klimawandel und Folgen.
- Der Artikel wurde gründlich recherchiert.
- Wir recherchieren nach aktuellen Zahlen.
- Der Journalist recherchiert über Korruption.
- Das Team recherchiert den Markt.
- Ich recherchiere Informationen zu Reisen.
- Die Studie basiert auf Recherche.
- Wir recherchieren Fakten für den Bericht.
- Das Thema ist sauber recherchiert.
- Er recherchiert die Hintergründe.
Merksatz
„Recherchieren heißt: suchen, prüfen, belegen.“
Damit merkst du dir den Unterschied zur reinen Suche.
Wenn du Informationen für Schule, Arbeit oder Entscheidungen brauchst, ist Recherche die sichere Wahl. Sie schützt vor falschen Annahmen und macht deine Aussagen belastbar.
Fazit
„Recherchieren“ bedeutet gezielt nachforschen und Quellen prüfen. Das Verb ist sachlich und passt besonders in Journalismus, Wissenschaft und Beruf. Im Alltag ist es seltener, aber sehr nützlich. Es schafft Klarheit in wichtigen Entscheidungen. Besonders vor großen Entscheidungen. Das spart Zeit und Nerven.
Wenn du solche Wörter sicher einsetzen willst, übe sie in kurzen Texten oder Dialogen – zum Beispiel mit Parlai.
Häufig gestellte Fragen
Es bedeutet nachforschen, Informationen sammeln und prüfen.
Häufig: „zu“ oder „über“ – z. B. „recherchieren zu einem Thema“.
Ja, es wirkt sachlich und ist besonders in Medien und Wissenschaft üblich.
Googeln ist nur eine Suche, recherchieren umfasst Quellen prüfen und bewerten.
Das Substantiv bezeichnet den Prozess oder das Ergebnis der Recherche.
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