„Korrelieren“: Bedeutung, Verwendung und Beispiele


Zusammenfassung
- Korrelieren heißt: in Beziehung stehen oder zusammenhängen
- Typische Struktur: „X korreliert mit Y“
- In der Statistik beschreibt es einen messbaren Zusammenhang
- Korrelation ist nicht gleich Kausalität
- Synonyme sind zusammenhängen oder in Beziehung stehen
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Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet „korrelieren“?
- Vergleich: Korrelation vs. Kausalität vs. Zufall
- Kurz‑Check: Passt „korrelieren“?
- Herkunft und Wortfamilie
- Grammatik und Konjugation
- Positive und negative Korrelation
- Stärke der Korrelation (einfach erklärt)
- Typische Satzmuster
- Satzbau‑Hinweis
- Typische Kollokationen
- Synonyme und Alternativen
- Typische Kontexte
- Wissenschaft & Statistik
- Medien & Analyse
- Alltag (selten, aber möglich)
- Entscheidungshilfe: korrelieren oder zusammenhängen?
- Beispiele aus Textsorten
- Häufige Fehler
- Beispielanalyse
- Adjektivische Verwendung
- Mini‑Dialog
- Mini‑Routine (10 Minuten)
- Mini‑Test
- Beispielsätze (10 kurze Sätze)
- Merksatz
- Fazit
„Korrelieren“ ist ein typisches Wort aus Wissenschaft, Statistik und Analyse. Es bedeutet, dass zwei Dinge zusammenhängen – ohne automatisch zu sagen, warum. Genau deshalb ist das Wort so nützlich: Es beschreibt einen Zusammenhang, lässt die Ursache aber offen.
In diesem Guide lernst du Bedeutung, Grammatik, typische Satzmuster, Beispiele und die wichtigsten Fehler.
Es wirkt sachlich, deshalb ist es in Berichten üblich, im Alltag aber noch eher selten.
Was bedeutet „korrelieren“?
Korrelieren heißt: in Beziehung stehen, zusammenhängen oder gleichzeitig variieren.
Kurz gesagt:
- Wenn A steigt und B steigt ebenfalls, korrelieren sie.
- Wenn A steigt und B fällt, korrelieren sie ebenfalls – nur negativ.
Beispiele:
- Bildungsjahre korrelieren mit Einkommen.
- Stress korreliert oft mit Schlafmangel.
Korrelation vs. Kausalität vs. Zufall
Bedeutung
Beispiel
Aussagekraft
Diese Unterscheidung ist zentral, weil Korrelation nicht automatisch Kausalität bedeutet.
Kurz‑Check: Passt „korrelieren“?
Nutze „korrelieren“, wenn du einen Zusammenhang beschreiben willst, ohne eine Ursache zu behaupten.
Typische Hinweise:
- Es gibt Daten oder Beobachtungen.
- Die Verbindung ist statistisch oder analytisch formuliert.
- Du willst bewusst neutral bleiben.
Für Alltagssätze ist „zusammenhängen“ oft die angenehmere Alternative.
Herkunft und Wortfamilie
„Korrelieren“ stammt vom lateinischen correlare = „in Beziehung setzen“. Zur Wortfamilie gehören:
- Korrelation (Substantiv)
- korreliert (Partizip/Adjektiv)
- korrelativ (Adjektiv, fachsprachlich)
In wissenschaftlichen Texten findest du oft Formulierungen wie „starke Korrelation“, „negative Korrelation“ oder „signifikante Korrelation“. Das sind feste Kombinationen, die sofort zeigen, dass es um Daten oder Messwerte geht.
Grammatik und Konjugation
„Korrelieren“ ist regelmäßig und wird fast immer mit mit + Dativ verwendet.
| Zeitform | Beispiel |
|---|---|
| Präsens | ich korreliere |
| Präteritum | ich korrelierte |
| Perfekt | ich habe korreliert |
| Partizip II | korreliert |
Typische Struktur:
- X korreliert mit Y.
- X ist mit Y korreliert.
Positive und negative Korrelation
In der Statistik unterscheidet man:
- Positive Korrelation: Beide Variablen steigen oder fallen gemeinsam.
- Mehr Übung korreliert mit besseren Ergebnissen.
- Negative Korrelation: Eine Variable steigt, die andere sinkt.
- Mehr Bildschirmzeit korreliert mit weniger Schlaf.
Diese Unterscheidung hilft, Zusammenhänge präzise zu beschreiben.
Stärke der Korrelation (einfach erklärt)
In der Statistik spricht man oft von starker oder schwacher Korrelation. Das heißt nicht, dass der Zusammenhang gut oder schlecht ist, sondern nur wie eng die Variablen gemeinsam schwanken.\n\n- stark korreliert: Werte bewegen sich sehr ähnlich\n- schwach korreliert: Werte bewegen sich nur teilweise gemeinsam\n\nFür Alltagstexte reicht die einfache Formulierung „stark“ oder „schwach“. Für wissenschaftliche Texte kommt oft ein Korrelationskoeffizient dazu, den man hier nicht im Detail kennen muss.\n+ In der Statistik spricht man oft von starker oder schwacher Korrelation. Das heißt nicht, dass der Zusammenhang gut oder schlecht ist, sondern nur wie eng die Variablen gemeinsam schwanken.
- stark korreliert: Werte bewegen sich sehr ähnlich
- schwach korreliert: Werte bewegen sich nur teilweise gemeinsam
Für Alltagstexte reicht die einfache Formulierung „stark“ oder „schwach“. Für wissenschaftliche Texte kommt oft ein Korrelationskoeffizient dazu, den man hier nicht im Detail kennen muss.
Typische Satzmuster
Diese Strukturen sind besonders häufig:
- X korreliert mit Y.
- Das Alter korreliert mit der Erfahrung.
- X ist mit Y korreliert.
- Die Werte sind miteinander korreliert.
- stark/schwach korrelieren
- Die Variablen korrelieren nur schwach.
Satzbau‑Hinweis
In langen Sätzen hilft es, das Bezugswort direkt neben „korreliert“ zu platzieren:
- Die Anzahl der Übungsstunden korreliert stark mit der Testleistung.
Typische Kollokationen
- stark korrelieren
- schwach korrelieren
- positiv/negativ korrelieren
- hoch korrelierte Daten
- Korrelation feststellen
Diese Verbindungen wirken in Fachtexten besonders natürlich.
Synonyme und Alternativen
Im Alltag nutzt man oft einfachere Wörter:
- zusammenhängen – neutral und häufig
- in Beziehung stehen – etwas formeller
- mit etwas verbunden sein – eher umgangssprachlich
Wenn du eine Ursache ausdrücken willst, sind Verben wie verursachen, bewirken oder führen zu passender. So vermeidest du den häufigen Fehler, Korrelation und Kausalität zu vermischen.
Beispiele im Vergleich:
- Die Preise hängen mit der Nachfrage zusammen. (alltagstauglich)
- Die Preise korrelieren mit der Nachfrage. (analytisch)
- Die Nachfrage verursacht höhere Preise. (kausal)
Der Unterschied ist klein, aber wichtig: „korrelieren“ bleibt bewusst neutral.
Typische Kontexte
Wissenschaft & Statistik
Hier ist „korrelieren“ am häufigsten. Es beschreibt messbare Zusammenhänge:
- Einkommen korreliert mit Bildungsgrad.
- Die Variablen sind signifikant korreliert.
Medien & Analyse
Auch in Analysen wird das Wort genutzt, um Trends zu beschreiben:
- Die Nachfrage korreliert mit der Preisentwicklung.
Alltag (selten, aber möglich)
Im Alltag sagt man meist „zusammenhängen“:
- Das korreliert mit meiner Erfahrung.
Entscheidungshilfe: korrelieren oder zusammenhängen?
Frag dich kurz, wie technisch dein Satz wirken soll. Hast du Zahlen, eine Studie oder einen Bericht im Blick, ist „korrelieren“ ideal. Es zeigt, dass du vorsichtig formulierst und keinen Kausalzusammenhang behauptest.
Beispiel:\n\n- Die Anzahl der Übungsstunden korreliert mit den Testergebnissen. (analytisch)\n- Das hängt mit dem Lernen zusammen. (alltagstauglich)\n+ Beispiel:
- Die Anzahl der Übungsstunden korreliert mit den Testergebnissen. (analytisch)
- Das hängt mit dem Lernen zusammen. (alltagstauglich)
In Präsentationen, Berichten oder wissenschaftlichen Texten wirkt „korrelieren“ professionell. In Gesprächen oder Chats klingt „zusammenhängen“ natürlicher. So passt du Sprache und Kontext sauber aneinander an.
Beispiele aus Textsorten
Forschungsbericht:
Die Variable A korreliert signifikant mit Variable B.
Zeitungsanalyse:
Die Nachfrage korreliert mit der Preisentwicklung, sagt der Bericht.
Präsentation:
Unsere Kundenzufriedenheit korreliert stark mit der Reaktionszeit.
In solchen Kontexten wirkt „korrelieren“ präzise und neutral.
Häufige Fehler
1) Korrelation = Kausalität Nur weil zwei Dinge zusammen auftreten, heißt das nicht, dass das eine das andere verursacht.
2) Falsche Präposition Richtig ist fast immer „mit“: X korreliert mit Y.
3) Zu formell für Alltagssätze In Gesprächen klingt „zusammenhängen“ oft natürlicher.
Beispielanalyse
„Mehr Sport korreliert mit besserer Stimmung.“
Das heißt nicht, dass Sport die Stimmung automatisch verbessert, sondern nur, dass beides häufig gemeinsam auftritt. Erst weitere Daten können zeigen, ob ein kausaler Zusammenhang besteht.
Adjektivische Verwendung
In Fachtexten steht „korreliert“ oft wie ein Adjektiv:
hoch korrelierte Daten, stark korrelierte Variablen, untereinander korrelierte Messwerte.
Damit betonst du, wie eng die Werte zusammenhängen, ohne eine Ursache zu behaupten.
Mini‑Dialog
— Hat das Training wirklich einen Effekt? — Die Daten korrelieren stark mit besseren Ergebnissen. — Also gibt es zumindest einen Zusammenhang.
Mini‑Routine (10 Minuten)
- Schreibe drei Sätze mit „X korreliert mit Y“.
- Forme einen Satz mit „stark“ oder „schwach“.
- Ersetze einmal „korrelieren“ durch „zusammenhängen“ und vergleiche den Ton.
Mini‑Test
Setze die passende Form ein:
- Die Werte ___ stark miteinander.
- Stress ___ mit Schlafmangel.
- Die Daten sind ___ korreliert.
Lösung: korrelieren / korreliert / stark
Beispielsätze (10 kurze Sätze)
- Bildung korreliert mit Einkommen.
- Mehr Übung korreliert mit besseren Ergebnissen.
- Die Variablen korrelieren nur schwach.
- Die Daten sind miteinander korreliert.
- Die Nachfrage korreliert mit dem Preis.
- Alter korreliert nicht immer mit Erfahrung.
- Schlafmangel korreliert mit Stress.
- Die Werte korrelieren negativ.
- Der Effekt korreliert mit der Dosierung.
- Die Kurve korreliert mit den Messwerten.
Merksatz
„Korrelieren heißt zusammenhängen – nicht verursachen.“
Dieser Satz hilft dir, Korrelation und Kausalität sauber zu trennen.
Wenn du eine Ursache ausdrücken willst, nutze stattdessen „verursachen“, „bewirken“ oder „führen zu“. So bleibt deine Aussage fachlich präzise.
Fazit
„Korrelieren“ ist ein präzises Verb für messbare Zusammenhänge. Es passt besonders in wissenschaftliche oder analytische Texte. Wenn du es im Alltag nutzt, klingt „zusammenhängen“ oft natürlicher.
Wenn du Fachvokabular sicher verwenden willst, übe es in kleinen Texten oder Dialogen – zum Beispiel mit Parlai.
Häufig gestellte Fragen
Es bedeutet, dass zwei Dinge zusammenhängen oder in Beziehung stehen.
Meist „mit“: „X korreliert mit Y“ (Dativ).
Ja, es ist besonders in Statistik, Forschung und Analysen üblich.
Korrelation zeigt einen Zusammenhang, Kausalität eine Ursache‑Wirkung‑Beziehung.
„Zusammenhängen“ oder „in Beziehung stehen“ sind alltagstaugliche Alternativen.
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